Stellenabbau der Landesregierung stoppen Manfred Görig und Landtagskandidat Torsten Warnecke mit klaren Forderungen

Ortsvereine


v. l.: Rainer Licht, Dipl.-Ing. Manfred Görig, Landtagsabgeordneter Torsten Warnecke, Ortsvereinsvors. Bernd Iffland

FRIEDEWALD. Die Situation nach der Forstreform interessierte 30 Fachkundige aus Forst und IG BAU. Im vom SPD-Ortsverein Friedewald ausgerichteten Expertengespräch konnte der Forstpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Dipl.-Ing. Manfred Görig neben einer Bestandsaufnahme den Blick in die Zukunft richten. Die von der CDU-Landesregierung vollzogenen Schließungen von Forstämtern, die Reviervergrößerungen und die reduzierte Produktabgeltung kritisierte Görig deutlich. Die vom Hessen-Forst selber zu bildenden und gebildeten Pensionsrücklagen und die Gewinnabgabe an das Land schwächten zusätzlich den Forst. Ein nachhaltiges Wirtschaften sei unter diesen Umständen praktisch unmöglich, unterstrich der Forstexperte. „Der Wald ist nicht nur Geldquelle sondern auch Lebensraum“, so Görig. Er bekräftigte den Standpunkt der SPD vor allem für die Arbeitsplätze und den zukünftigen Wald einstehen zu wollen.

In der anschließenden Diskussion wurde vor allem klar, dass in den Forstämtern ein eklatanter Nachwuchsmangel herrscht und konsequenter Stellenabbau betrieben wird. Der heimische SPD-Landtagskandidat Torsten Warnecke erläuterte, dass es mit der hessischen SPD keine weiteren Stellenkürzungen und Privatisierungen geben wird. „Es kann nicht sein, dass langjährige Forstwirte in den Lehrbetrieb oder die Selbständigkeit abgeschoben werden und noch dazu kein Nachwuchs eingestellt wird“, so Warnecke. Des Weiteren plädierte er für eine Rückkehr in die Tarifgemeinschaft deutscher Länder, dies habe höchste Priorität. Ein entsprechender Beschluss des Landtages wurde von der Landesregierung nicht umgesetzt.

Forstexperte Görig unterstützte nachdrücklich die Forderung nach einem objektiven und wissenschaftlich fundierten Stichprobenverfahren zur Feststellung des Altersaufbaus des Forstes. „Das bisherige Schätzverfahren stellt eine ausgeglichene Alterstruktur des Waldes nicht sicher“, war sich Görig mit den Anwesenden einig. Der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Warnecke kritisierte außerdem das strategische Verhalten der Landes – CDU bezüglich der Errichtung von Windkraftanlagen. „ Der Aufbau von Windkraftanlagen im Hessen-Forst ist schnell beschlossen, aber geht es um frei stehende Anlagen, so ist dies stets eine Verschandelung der Natur.“

Große Befürchtungen hegen beide SPD-Landtagskandidaten für den Fall einer CDU-FDP-Regierung. Dann sei auch nicht mehr ausgeschlossen, dass der Staatswald zur Privatisierung und zum Verkauf anstehen wird. „Das ist nicht gut für eine nachhaltige Bewirtschaftung und bietet auch für den Tourismus keine positiven Aussichten,“ waren sich Görig und Warnecke einig.

 
 

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